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Das Linuxhotel

... mit der Bitte um Anregungen !!

Perl lernen im Linuxhotel

Ein kleiner Rückblick auf einen Lehrgang im Linuxhotel

Zu viel Arbeit. Tausende von Logfilezeilen müssen durchsucht werden und dann soll zusätzlich noch eine Systemmonitoring Software installiert werden. Da grenzt schon fast an absolut unmöglich. Zum Glück hatte dieses Problem Larry Wall [1] auch schon. Er wollte einfach nur Rechner administrieren, allerdings über den großen Teich und die Verbindungen waren damals nicht gerade schnell. Erinnert sich noch jemand an die Verbindungsgeschwindigkeit 1200 Baud? Ja, so lange ist das her.

1987 um genauer zu sein. Zu dieser Zeit dachte sich Larry Wall, der Vater von Perl, er müsse uns Perl schenken.

Perl ist einfach ...

... Perl ist aber manchmal nicht gerade einfach zu lernen. Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschlossen einen Perl Kurs im Linuxhotel [2] zu machen. Leider kannte ich das Linuxhotel bis dahin nur von den schwarzen Anzeigen in Linuxheften.

1. Tag

Aller Anfang ist schwer. Leider musste ich feststellen, dass dieser Spruch wieder einmal stimmte, denn bereits am Bahnhof hatte ich meinen Zug nicht mehr erwischt. Das ganze war halb so wild, dann hatte ich wenigstens noch Zeit für einen schnellen Kaffee im Restaurant eines großes Irisch-Amerikanischen Imperiums.

Nichts desto weniger trotz erreichte ich fast 3 Stunden später mein Ziel. Da war es nun. Die Villa Vogelsang. Endlich wusste ich auch warum das Linuxhotel Villa Vogelsang heisst. Der Eingang lag direkt vor mir, ich sah mitten in Essen ein Refugium grüner Idylle und hört die Vögel singen. Es wurde mir Einlass gewährt.

Drinnen angekommen ging es recht schnell, Koffer abstellen und in den Kurs setzen. Keine großen Check-In Szenarien – gleich rein ins Vergnügen “Perl im Linuxhotel”. In den ersten Minuten hacken wir auch schon unserer erstes “Hello World” Programm in die leihweise überlassenen Notebooks des Hotels.

Mittagessen! Pünktlich um 13 Uhr war es soweit. Conny, die gute Seele des Hotels, bereitete für uns das Essen. Am ersten Tag gab es ein Hauptgericht und danach einen Apfelstrudel mit Vanillesoße – selbstgemacht. Lecker. Irgendjemand sagt, dass das ganze irgendwie wie Ferienlager mit Linux sei. So könnte man das auch nennen. Nachmittags ging es dann wieder weiter bis Abends um 18h. Die tägliche Arbeitszeit war immer neun bis achtzehn Uhr. Danach gleich wieder ein leckeres Abendessen.

Damit mussten wir uns ein wenig beeilen, denn das Rahmenprogramm wartete schon. Oder besser gesagt, der Taxifahrer wollte uns zu einem Schmied bringen. Gesagt getan. Das Sammeltaxi rollte kurz nach dem Essen an und fuhr uns nach Essen :-)

Beim Schmied erhielten wir eine Führung durch die ehemalige Thyssen Stadt an der Ruhr oder einem kleinen Teil von ihr. Gegen Ende der Führung wartet etwas körperliche Arbeit auf uns – wir sollten einen Nagel schmieden. Aber auch dieses kleine Abenteuer meisterten wir und durften unsere kleine Stärkung mit viel Musse genießen.

Zurück im Hotel bedienten wir uns am Buffet mit kühlen Getränken, die nach dem Reinheitsgebot gebraut wurden. Alles was wir heute geboten bekamen war natürlich “ALL INKLUSIV” - auch das Taxi. Und dann hatten wir es geschafft – den 1. Tag hatten wir bereits hinter uns gelassen.

2. Tag:

Von den Eindrücken des 1. Tages und der darauffolgenden Nacht gut erholt trafen wir uns zum Frühstück wieder im Kaminzimmer. Auf uns wartete ein Frühstücksbuffet mit allen Leckereien, die man sich zum Frühstück wünschen könnte. Frisch gemahlener Kaffee aus einer Jura Kaffeemaschine – köstlich. Dieses Gerät sollte im Laufe der Woche noch eine wichtige Rolle spielen.

Nachdem wir bereits am ersten Tag mit Scalaren, Arrays, Hashes und Co in Berührung gekommen sind hatten wir heute das Vergnügen mit den entsprechenden Kontrollstrukturen wie while, if ... elsif...else, foreach und den anderen Kontrollstrukturen, die man aus anderen Programmiersprachen so kennt.

Die Kontrollstrutkturen, insbesondere die while und die foreach Schleifen, wichen uns den ganzen Nachmittag nicht von der Seite.

In vielen Beispielen wurde das vermittelte Wissen vertieft. Außerdem war jederzeit unser Dozent zur Stelle, wenn es irgendwo Schwierigkeiten gab. Und wer Perl kennt, der wird wissen, dass es gerade am Anfang mit use strict; häufig irgendwelche Probleme gibt.

Rahmenprogramm:

Nach dem Abendessen war wieder ein “kleines” Rahmenprogramm geboten. Dieses mal ging es ins Essener Unperfekthaus [3]. Wer sich darunter nichts vorstellen kann, der sollte unbedingt die Webseite besuchen. Hinter dem Begriff Unperfekthaus verbirgt sein ein altes Kloster mitten in der Innenstadt von Essen. Darin werden kostenlos Kreativen oder anderen Mitmenschen die Möglichkeit geboten ihre Künste oder Feierlichkeiten abzuhalten. Mit 2 kleinen Ausnahmen. Es muss legal sein und andere Menschen sollten jederzeit zuschauen dürfen. Die Führung durch das Haus brauchte zahlreiche Eindrücke, die so schnell niemand vergessen wird.

Diesesmal konnten wir den abendlichen Ausklang etwas länger geniessen, denn wir waren schon gegen 21 Uhr wieder in unserem idyllischen Park mit Tux alleine.

3. Tag:

Heute waren wir nach dem Besuche des Unperfekthauses und einem gemütlichen Frühstück reif. Reif für Reguläre Ausdrücke. Jeder kennt sie, aber jeder der sie nicht wirklich kennt, fürchtet sich zu Anfang vor ihnen und denkt, dass dieses Thema mit Teufel im Bunde wäre. Aber bei genauerer Betrachtung müssten wir anhand von Charly Kuehnast [4] Wettervorhersagen feststellen, dass mit einer korrekten Anleitung durch unseren Dozenten selbst ein recht schwieriger String gematched werden kann.

Rahmenprogramm:

Heute sollten wir in die Fußstapfen Michael Schumachers treten, Kartfahren war angesagt. Leider wollten nicht allzuviele mit und so mussten wir zu dritt den Kurs unsicher machen. Gewonnen hat natürlich ein ausgefuchster BASH Profi – Charly Kuehnast.

4. Tag:

Die ersten Tage waren vorüber, das Bergfest wurde gestern abend gefeiert. Grund genug für unseren Dozenten noch etwas tiefer in die Materie einzusteigen. Also lieferte er uns ersteinmal Referenzen auf komplexe Datenstrukturen, nachdem wir zuvor die Filehandles mit open kennengelernt hatten.

Auch in diesem Bereich hatten wir mit zahlreichen Beispielen immer die Möglichkeit unser zuvor vermitteltes Wissen zu testen. So versuchten wir mit Perl die passwd einzulesen, die Doppelpunkte als Zeichentrenner in Leerzeichen umzuwandeln, um danach die gesamte Liste wieder in einer sortierten Reihenfolge wieder auf der Standardausgabe auszugeben. Klingt komisch – ist aber so.

Rahmenprogramm: Frei, Sauna oder Sport und Spiel in der Villa

Ich habe es vorgezogen mich in die Sauna zu verziehen. Eine Saune nur für mich ganz alleine. Das konnte nur Entspannung sein.

Die anderen fanden sich zum Tischtennisturnier mit der Hausherrin ein.

Nach so viel Lernen und Freizeitgestaltung durften das gepflegte Beisammensein am Abend nicht fehlen. Mittlerweile hatte ich auch schon die Klingel von Sting entdeckt. Natürlich in guter alter Klingelstreichsitte einfach mal draufgehalten. Im gesamten Park ertönte Sting in einer ruhigen fast schon zimmerlautstärkeartigen Stille.

5. Tag:

Am letzten Tag bekamen wir die restliche Dosis für die Woche. Objektorientierung mit Perl, Bauen eigener Module und die Programmierung mit Perl/TK.

Nachdem wir am Tag zuvor schon die Methoden zur Referenzierung von Hashes und Arrays sowie die anonyme Referenzierung dergleichen dargereicht bekommen hatten. Stand heute als erstes die Objektorientierung auf dem Plan.

Mit einem selbstentwickelten Beispiel für Bus und Autofahren versuchten wir objektorientiert die Steh und Sitzplätze gemeinsam mit Perl und der Objektorientierung zu realisieren. Hierbei entwickelten wir die ersten eigenen Packages und benutzen diese.

Nach der morgentlichen Frühstückspause gegen 11 Uhr mit frisch gemahlenem und aufgebrühtem Kaffee stiegen wir dann anhand unseres Bus-Beispiels in die Grafische Programmierung mit Perl/TK ein.

Der letzte Tag. Leider musste ich gegen 15 Uhr schon wieder abreisen, aber ich habe mir sagen lassen, dass bis 18 Uhr unterrichtet wurde. Es wurde wohl ein Chatprogramm mit Perl realiserit.

Fazit:

Es war tausend mal besser, als ich es mir in meinen Vorstellungen ausgemalt hatte. Wir haben im Unterricht die wichtigsten Themen aus den O'Reilly-Büchern “Einführung in Perl” - dem Lama und dem Alpakka “Objektorientierung mit Perl” kennengelernt und durften unter Anleitung die Vorzüge von Perl kennenlernen.

Sollten Sie jetzt noch schwanken, einfach anmelden und genießen. In der entspannten Atmosphäre lernt man wirklich leichter. Und danach war Perl auch gar nicht mehr schwer. ... wenn man am Ball bleibt.

Euer schroedi http://www.perlmongers.de/?KoblenzPM

[1] http://www.wall.org/~larry/
[2] http://www.linuxhotel.de
[3] http://www.unperfekthaus.de
[4] http://www.kuehnast.com

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